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Geschichte und Geschichten aus Werder (Havel)
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| Die Geschichte der Stadt Werder (Havel) |
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Südwestlich von Berlin und Potsdam liegt die Stadt Werder (Havel). Der Name bedeutet "von Wasser umflossener Ort", und auf einer Insel in der Havel befindet sich Werders Altstadt. Die gesammte Stadt ist von so vielen Gewässern umgeben, dass sie ihrerseits fast wie eine Insel erscheint. |
Wilhelm Wils - Vater des Baumblütenfestes |
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Das Baumblütenfest ist ein Volksfest in Werder an der Havel, zu dem jährlich in zehn Tagen etwa 500.000 Menschen kommen, um blühende Obstgärten und die fruchtigen Obstweine zu genießen. Die Idee dazu hatte der Obstzüchter Wilhelm Wils, der mehr Erholungssuchende aus Berlin in die Region locken wollte. Nebenbei konnten sich Landwirte, die aus dem nicht verkauften Obst Wein hergestellt hatten, schon vor der eigentlichen Saison etwas dazu verdienen. |
Bürgermeister Werner Große - Karnevalseröffnung 2008 |
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Tollitäten, liebe Närrinnen und Narren, liebe Gäste, es ist mir eine Ehre Sie in der 48. Saison hier im Schützenhaus zur Schlüsselübergabe begrüßen zu dürfen. Ich wünsche Ihnen allzeit eine glückliche Hand bei der Ausübung Ihrer närrischen Regentschaft. Es wird eine leichte Regentschaft sein, da es uns gelungen ist, die drängendsten Zukunftsprobleme unserer Stadt zu lösen. |
Randale |
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Nachdem die Aktionen der „Achtundsechziger“ im Westen langsam abzuflauen begannen, schwappte die Welle schließlich noch auf die DDR über. Wer anders sein wollte als die FDJ-ler in der Massenorganisation, zog sich olivgrüne Parkas an, genannt „NATO-Planen“, und ließ sich die Haare lang wachsen. Proteste gegen die Staatspolitik wurden laut, vor allem von Studenten und unter dem Schutz der Kirchen. |
Der Weidendamm |
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Noch im 19. Jahhundert war die einzige Zufahrt zur Insel ein aufgeschütteter, fast kaum befestigter Fahrweg. Er hieß Weidendamm, weil die linke Seite mit alten Krüppelweiden besäumt war und führte durch morastiges Gelände zu beiden Seiten und einem Schilfgürtel. Dazwischen befand sich ein Abflussgraben, der unter anderem die übelriechenden Abwässer der Hoffmannschen Brauerei zur Havel leitete. Er war total verschlammt und stank dermaßen, dass er die ganze Gegend verpestete. |
Der Galgenberg zu Werder |
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Wie jedes Städtlein, so hatte auch Werder im Mittelalter außerhalb der Stadt seine Richtstätte. Sie befand sich oberhalb der Scharfrichterei, in der Mitte des Höhenzuges längs der Havel und wurde lange Galgenberg genannt. Während ringsum Weinberge die Hänge begrenzten, war der Hügel eine kahle, sandige Kuppe, spärlich mit Ackerwinde und Schachtelhalm bewachsen. Auf ihm stand, massiv aus kräftigen Holzstämmen gebaut, hochaufragend und weithin bis Geltow, Golm und Glindow sichtbar, der Galgen. |
Die Rutsche |
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Es ist wohl die verbreitetste Anekdote: die über die Rutschbahn vom Hohen Weg zur Eisenbahnstraße. Ganze Generationen haben immer weitere Histörchen dazu erfunden und nach Belieben ausgeschmückt. Auch der Standort wechselt: mal soll es die Bismarckhöhe gewesen sein, andere schwören auf die Friedrichshöhe zur Jahrhundertwende. |
Ball auf der Bismarckhöhe |
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Der Große Ballsaal war toll hergerichtet. Die gewaltigen Kronleuchter waren mühevoll geputzt und das dunkle Parkett auf der Tanzfläche war frisch abgezogen. Alles glänzte wie neu. Auf den seitlichen Traversen waren die langen Tischreihen weiß eingedeckt und altersschwache Stühle gegen neue ausgewechselt worden. Auf den Tischen umrahmten Blumengirlanden das ausgelegte silbern schimmernde Besteck. In den polierten Gläsern spiegelten sich die Lichter. |
Wie aus dem Galgenberg die Bismarckhöhe wurde |
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Als der Werdersche Galgen ausgedient hatte, lag der Berg noch geraume Zeit kahl. Zu schrecklich war die Reminiszenz an das Überlieferte. Allmählich aber verblassten die Erinnerungen, und schließlich wurden die Hänge von alteingesessenen Familien, wie den Lindows, den Kassins, den Diedloffs und den Altenkirchs aufgekauft. Der Galgenberg wurde mit Rebstöcken und später mit Obst bepflanzt. |
Das Colonial Café in Werder |
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Auf dem Grundstück Brandenburger Straße 1, dem derzeitigen Standort des Colonial Cafés gab es um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert immer wieder eine rege Bautätigkeit. Bis in die 1920er Jahre weisen die Bauanträge von Hoffmann und die Genehmigungen in den Akten davon. |
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Über 300 Jahre Bier und Brauereien in Werder |
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Erst war es das „Märkische Bier“, dass die Werderaner früher tranken. Doch zu Beginn des 17. Jahrhunderts begannen sie ihr eigenes „Werdersch´ Bier“ zu brauen. Auf 1617 geht die Ursprungsbraustätte zurück. Sie befand sich am Markt 1 an der Lücke zum Schützenhaus. |
Die ehemalige Pferdebahn in Werder (Havel) |
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Am 28. April 1892 begann mit der Eröffnung einer Pferdeomnibuslinie vom Markt auf der Insel bis zum Bahnhof Werder der öffentliche Nahverkehr in der Havelstadt. Der Stadtverwaltung missfiel der unkomfortable Busbetrieb, der den Ansturm an Ausflüglern kaum bewältige. |
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